Auf alten Pfannen lernt man kochen. Aber schön wäre es doch, wenn die alten Pfannen mal einfach so aus dem Nähkästchen plaudern würden, oder? 


Yepps, und genau darum erzähle ich heute meine wertvollsten und grundlegendsten Erkenntnisse rund ums Thema Sex, die ich die letzen Jahre über gelernt habe.
Und da man gewisse Erfahrungen ja nicht nur in den Teenagerjahren gerne gewusst hätte, sondern vielleicht auch später noch durchaus interessant findet, spreche ich ganz einfach dich als Frau an.

Beginnen möchte ich mit einer ganz simplen Grundaussage: 

1. Sex zu haben ist ganz allein deine Entscheidung.

Sex hast du nicht, weil alle deine Freunde es schon tun. Sex hast du nicht, weil du musst. Sex hast du nicht, weil dein Partner es möchte. Sex hast du in erster Linie einfach nur für dich selbst.

Du hast Sex, weil du von dir aus neugierig auf die unbekannten Empfindungen bist. Du hast Sex, weil du als Frau gerne Sex haben möchtest. Keiner zwingt dich, es gibt kein Zeitdruck und selbst wenn all deine Freunde es schon getan haben heisst das nicht, dass du jetzt einen Stress haben musst, um es auch zu tun.

Und auch wenn du schon etwas älter bist, und vielleicht schon den einen oder anderen Typen im Bett hattest, heisst das nicht, dass du jemals mit einem Typen in die Kiste steigen musst, einfach weil es sich beim zehnten Date eben so gehört.

Es ist dein Körper. Es ist deine Entscheidung. Immer und überall.

Anna

Und das hat dein Gegenüber zu respektieren. Selbst wenn du nach der intensivsten Knutscherei keinen Sex haben willst, ist das eben so. Und du musst nie, nie, niemals ein schlechtes Gewissen haben, wenn du „nein“ sagst. 

2. Verbinde Sex nicht nur mit Sorgen


„Hoffentlich werde ich nicht schwanger. Hoffentlich fange ich mir nichts ein. Das Kondom ist gerissen – jetzt bin ich bestimmt schwanger und habe allerlei Geschlechtskrankheiten.

Es gab Zeiten, da hab ich tatsächlich hauptsächlich an solche Dinge gedacht, wenn mir das Thema Sex im Kopf herumschwirrte. Ich sage nur: Schütze dich richtig. Lasse gesunden Menschenverstand walten.

Und vergiss eines nicht: Wenn du aufgeklärt wirst, heisst das nur, dass man dich über die Risiken und Grundfunktionen informiert. Was dir aber keiner sagt: Sex macht verdammt viel Spass! Und es ist dein Recht. Also geniesse es. Mit wem du willst, wann du willst – nur vergiss die Verhütung nicht, wenn du den Sex noch eine längere Weile ohne Kids ausüben möchtest.

3. Sex kannst du nicht einfach. Sex lernst du. So wie alle anderen auch.


Wenn dir deine Freunde ihre Bettgeschichten voller Stolz erzählen, und dir weismachen wollen, dass sie alles schon erlebt haben, dann behalte einfach eines im Hinterkopf: Sex lernst du. Mit jedem einzelnen Mal, wenn du’s mit einem Mann tust. Und genau so lernt auch der Mann.

Also mach dir keinen Stress, sei ungezwungen und lass dich auf den Lernprozess ein – denn je mehr du tatsächlich weisst, desto mehr Spass macht es. Und nur weil es Person A schon erlebt hat oder behauptet etwas zu wissen, heisst das nicht dass es Person B auch wissen muss. Und hey, Praxis vor Theorie.



Und oh ja, gerade beim Sex übertreibt der Mensch gerne. Plötzlich sind alle Weltmeister im Blasen und plötzlich können alle Männer eine Frau zum squirten bringen. Und plötzlich wissen alle Frauen gaaaanz genau, was jeder Mann auf dieser Welt gerne mag und was nicht. 
Vergiss diesen Quatsch.

Vertraue beim Sex auf deine eigenen Erfahrungen oder jemandem, bei dem du dir sicher bist, dass diese Person auch ungezwungen und ohne Wertung darüber spricht. Und sich nicht profilieren möchte. Taten sprechen mehr als Worte, also lass dich nicht ins Bockshorn jagen.

4. Der heisseste Move im Bett ist, wenn du authentisch und echt bist


Gerade wir Frauen machen uns sooooo einen Kopf wenns ums Thema Sex geht.


Wir müssen überall rasiert sein, bis zum allerletzen Härchen. Der BH wird nicht ausgezogen weil unsere Brüste ja nicht die perfekte Grösse haben und sowieso: Sex haben wir nur im Dunkeln. Oh und wie peinlich, wenn uns mal ein Laut entwischt. Geht ja gar nicht.



Ääähm, nope. Völlig falsch, Girl. Wenn der Mann bis zum letzen Millimeter in dir versenkt ist, macht er sich absolut keinen Kopf darum, ob jetzt deine Brüste hängen oder klein sind.

Er bemerkt auch die kleinen Härchen nicht, die du vergessen hast zu entfernen – denn normalerweise geniesst er einfach nur.

Und wenn dir mal ein Stöhnen entwischt oder er dich hört, dann ist das nichts peinliches, sondern eine Bestätigung für ihn. 
Für einen Mann gibt’s wohl nichts schlimmeres, als eine Frau die den Sex nicht geniessen kann. Sich nicht traut, den Moment einfach nur zu fühlen.

Lass deine Empfindungen zu, sag was dir gefällt und zeige es ihm auch. Denn das gibt nicht nur ihm den Kick, sondern auch dir selbst. 



Einen Orgasmus hast du dann, wenn du dich fallenlassen kannst. Wenn du die Empfindungen zulässt und dein Kopf leergefegt wird. Und es gibt nichts schöneres für den Mann, wenn die Frau in seinem Bett den Sex geniesst, sich echt und authentisch verhält und der Natur einfach ihren Lauf lässt.

5. Je besser du dich selbst kennst, desto besser wird der Sex


Wenn du nicht zufrieden bist mit deinem Sexleben, dann liegt es an dir, was zu ändern.

Wenn dein Partner dich nicht über die Orgasmusschwelle bringt, dann zeig ihm wie. Wenn du nicht sicher bist, worauf du stehst, dann probiere dich einfach durch. Wenn du Neigungen an dir bemerkst, dann traue dich sie anzusprechen und auszuprobieren.

Und je besser du deinen eigenen Körper und deinen eigenen Weg kennst, desto besser wird auch der Sex mit deinem Partner – sofern du ihm den Weg bei dir selbst auch zeigst. Also lerne deinen eigenen Körper in Ruhe kennen. Rede mit deinem Partner. Und probiere Neues aus.

Selbstbefriedigung hilft mir massiv, herauszufinden wonach ich eigentlich suche. Und erfahrungsgemäss nützt es nicht viel, den Partner zu wechseln wenn der Sex nicht gut ist – denn wenn das erste Kribbeln in der Beziehung vorbei ist, dann liegt es ganz allein an euch beiden, den Sex zur schönsten und befriedigendsten Zeitvertreibung der Welt zu machen.

Und was ich noch sagen wollte:

Manchmal machen wir's uns echt kompliziert mit unserer Pseudo-Schüchternheit und unseren Hemmschwellen.

anna

Denn eigentlich wäre es doch so eine normale Sache.

Vergessen wir die Hemmschwellen doch einfach mal.
 Trau dich, frei zu sein. Trau dich, frei zu fühlen. Und trau dich, darüber zu sprechen.

Much Love, anna

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